Jul 27

August 2017 = eine kritische Zeit für den Bitcoin

Der Bitcoin-Markt gerät ab dem 1.August in eine kritische Phase

 

Was steckt dahinter?

Die Gruppe der Entwickler die hinter Bitcoin Core steht, will die bisherige Blockgröße von einem MB behalten.
Sie wollen die Software so anpassen, das die Transaktionen kleiner werden, dafür sollen Techniken zum Einsatz kommen, wodurch die Kapazitäten durch eine sogenannte „Soft Fork“ vergrößert wird.

Diese Lösung nennt man „Segregated Witness“ oder in abgekürzter Form „SegWit.

Den Minern von Bitcoins, die zugleich die Transaktionen der Blockchain verarbeiten und verifizieren, reicht diese Lösung nicht aus.
Sie entwickelten einen eigenen Plan, den sie Bitcoin Unlimited nennen.
Hier sollen die Blöcke auf 2 MB erweitert werden. Diese Lösung wird als „Hard Fork“ bezeichnet und hat zur Folge das die Kompatibiltät darunter leidet. Jeder der die bisherige Software nutzt müsste ein Update durchführen.

Die „Hard Fork“ (zu deutsch: „harte Gabel“) würde bedeuten, das der blockchain in zwei Teile gesplittet wird. Jeder der Bitcoins hält, würde diese auch behalten und zugleich neue Bitcoins in gleichem Wert erhalten.
Theoretisch würden die alten Bitcoins später ihren Wert verlieren und durch die neuen ersetzt werden.
In der Praxis würde es aber so aussehen, das Anleger in der Zwischenzeit sowohl die alten Bitcoin-Token als auch die neuen Bitcoin Unlimited zugleich besitzen.

Da weder der eine noch der andere Plan überzeugend genug ist, wurde auch noch eine Alternative ausgearbeitet, die „SegWit2MB“ heißt. Diese Alternative erfreut sich starken Zuspruchs in der Bitcoin-Gemeinde.
Der Hintergrund dieser Alternative ist eine Kombination beider Pläne.

Langfristig gesehen ist eine Optimierung des Bitcoin-Netzwerkes unumgänglich, denn dadurch würden die Übertragungsgeschwindigkeiten erhöht und die Kosten gesenkt.

Was uns zunächst erwartet ist eine große Unsicherheit um den 1.August, die sich mit Sicherheit auf den Kurs niederschlägt.
Erstaunlicherweise hat er sich aber in den letzten Tagen nicht nur gut erhalten, sondern hat sich nach einer kurzen Talfahrt sofort wieder erholt.

Vielleicht ist inzwischen die Bitcoin-Gemeinde robuster und weniger anfälliger gegen vermeintlich schlechte Nachrichten, wovon sich in der Vergangenheit einige als kurzfristige Blase äußerten, aber nie als den großen Zusammenbruch des Bitcoins, wie ihn Kritiker (meinst aus der regierungsfreundlichen, politischen Lagern) nur allzu gerne prognostizieren.

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