Mrz 13

Bitcoin-Börsencrash von Mt. Gox

In den letzten Wochen wurden gut 35.000 Bitcoin vom Insolvenzverwalter von Mt. Gox  verkauft, dass ist ausreichend um die Crashes der letzten Wochen zu erklären.

Mt. Gox, war einer der größten Bitcoin-Börsen der Welt, aber Anfang 2014 ging sie dann pleite. Der Grund hierfür war, laut dem Geschäftsführer von Mt. Gox, Mark Karpeles, ein Hacker, der mehr als 600.000 Bitcoins, schon damals gut 400 Millionen Dollar wert, gestohlen hatte.

Bei der Untersuchung dieses Übergriffes wurden rund 200.000 Bitcoins in alten Wallets wieder gefunden. Der Insolvenzverwalter Nobuaki Kobayashi berichtete am 07.März, dass davon bereits 35.841 Bitcoin und 34.008 Bitcoin Cash verkauft wurden, was eine Summe von etwa 405 Millionen Dollar einbrachte.

Eine Erklärung hierzu kann man auf Japanisch auf der Webseite von Mt. Gox finden, eine Übersetzung findet man auf einem der Mt. Gox-Insolvenz gewidmeten Reddit-Foren.

In dieser Erklärung schreibt Kobayashi: “Als ein Ergebnis der Beratung mit dem Gericht habe ich beschlossen, dass es notwendig und vernünftig ist, einen bestimmten Betrag an BTC und BCC nun zu verkaufen, um eine bestimmte Geldsumme für die Verteilung von Ressourcen zu haben. Ich habe versucht, die BTC und BCC zu einem so hohen Preis wie möglich zu verkaufen.”  Nach Rücksprache mit dem Gericht seinen weitere Verkäufe geplant, aktuell wurde von Mark Karpeles bestätigt, dass die Bitcoins zwischen Dezember und Februar mit Hilfe einer Bitcoin-Börse verkauft worden sind.

Auf der Bitcoin-Blockchain sind alle Transaktionen transparent, somit war es möglich, die Transaktionen aufzudecken, welche die Bitcoins aus dem Cold Storage erweckten und auf die Börsen gesendet wurden. Die Zeitpunkte, zu denen die Bitcoins erweckt wurden, passen in etwa mit den Zeitpunkten zusammen, zu denen der Preis gefallen ist bzw. gehen diesen voran. Das behaupten zumindest mehrere Beobachter und ein Tweet, überprüft wurde diese Aussage von mir nicht.

Jetzt fragen sich alle, die das Geschehen verfolgen, wie viele Bitcoins Kobayashi noch übrig hat. Zum Glück ist dies Dank der Transparenz der Blockchain sehr einfach nachvollziehbar. Über die verbliebenen Adressen der Mt.Gox-Insolvenz gibt es aktuelle eine Webseite, die alles anzeigt.

Meinen Recherchen zu folge, sind noch ungefähr 166.000 Bitcoins übrig, das entspricht derzeit  etwa 1,6 Milliarden Dollar, Bitcoin Cash dürften ebenso viel übrig sein, wodurch nochmal gut 170 Millionen Dollar dazu kommen. Was der Insolvenzverwalter mit dieser Masse an Coins macht, ist aktuell noch unklar. Klar dagegen ist, dass ein Verkauf, einen Einfluss auf den Markt haben wird.

Nun kann man vor dem Crash Angst haben, oder sich auf einen günstigen Bitcoin-Kurs freuen.

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