Darum hat die Bundesbank Angst vor Bitcoin

So titelte Thomas Schwarzer, Kapitalmarkt-Experte von PRONOMIO einen Beitrag, der am 10.Mai erschien.

Darin wird der Originaltext des Bundesbank-Vorstandsmitgliedes Thiele zitiert:

„Der Bitcoin ist ein Tauschmittel, das nicht von einer Zentralbank herausgegeben wird, sondern von nicht bekannten Akteuren. Ich sehe ihn nicht als Währung“, betont Thiele. Jeder Bürger, der sein Erspartes in Bitcoin anlegt, sollte sich die Kursentwicklung anschauen. „Wer dann noch meint, der Bitcoin wäre so sicher wie der Euro oder der Dollar, muss dafür die Verantwortung tragen“, so der Währungshüter. „Wir können nur die Menschen davor warnen, den Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zu benutzen. Aber wir treffen keine Anlageentscheidungen für die Bürger.“

Schließlich wird die Frage aufgeworfen, warum ausgerechnet die Bundesbank vor dem Bitcoin warnt?

Eigentlich ist der Bitcoin in den Augen der Bundesbank doch nur ein „Randphänomen“, das so klein und unbedeutend ist, das man es gar nicht erwähnen bräuchte.
Was hat dann die Bundesbank dazu hingerissen eine offizielle Erklärung dazu abzugeben?

Wie kommt die Bundesbank dazu, uns plötzlich vor Bitcoins warnen und schützen zu wollen?
Warum lässt sich die Bundesbank nicht dazu herab vor dem Platzen von Anleihen, einer Aktienblase oder der immer weiter ausufernden Verschuldung nahezu aller Industriestaaten zu warnen?
Von der Blase durch völlig überteuerte Immobilien mal ganz zu schweigen.



Warum also ausgerechnet der Bitcoin? Sollte er eine Gefahr für den Euro darstellen?

Der Gedanke ist gar nicht so abwegig: Hat die Bundesbank vielleicht Angst, das sich Bitcoins als reale Alternative zum Euro entwickeln könnte?

Sicherlich sind Bitcoins keine Währung im klassischen Sinne. Fest steht aber das sie tagtäglich weltweit gehandelt werden. Sie weißen alle Merkmale auf, die auch Geld besitzen: man kann mit ihnen einkaufen, man kann sie zum Tausch gegen Waren und Dienstleistungen verwenden, man kann sie anlegen und man kann sie jederzeit in jede „offizielle“ Landeswährung wechseln.

Demnach ist die Aussage schlichtweg falsch, das Bitcoins keine Währung sei.

Wo ist festgelegt, das eine Währung nur als solche bezeichnet werden darf, wenn sie von Zentralbanken herausgegeben wird? Noch dazu müssen diese Zentralbanken nicht einmal staatlicher Aufsicht unterliegen, wie sich am besten an der Federal Reserve zeigt: eine Staatsbank die den Dollar herausgibt und deren Aufsicht einigen wenigen, besonders vermögenden Familien unterliegt.

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Foto-Quelle: Google / Wikipedia – Zur Wiederverwendung und Veränderung freigegeben.

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