Sep 04

Hat Paypal den Zug verpasst ?

Paypal ist ständig darum bemüht sein Schmuddel-Image loszuwerden und trennt sich deswegen von allem, was ihnen suspekt erscheint.

Dabei schlagen sie derart um sich, das jede Menge Scherben entstehen.
Jüngstes Beispiel: die grössten und beliebtesten PTC (paid-to-click) Anbieter Neobux und Clixsense:

Beide zählen Millionen Mitglieder, wovon die meisten über Paypal ein- und auszahlten. Alleine daraus dürften täglich hundertausende Transaktionen resultieren.

Neobux ging den richtigen Weg und hat sich von Paypal getrennt, Clixsense hingegen stellte den profitablen PTC-Zweig ein und fungiert nur noch als Vermittler für Online-Umfragen, nur um Paypal zu gefallen und vielleicht wieder aufgenommen zu werden.

Dann dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die sogenannten „Klammlose“ der deutschen Startseite klamm.de fällig ist, die derzeit noch auf eBay und zahlreichen anderen Plattformen und Shops gehandelt und meistens mit Paypal bezahlt werden.

Aber Paypal`s Verhängnis könnte der Bitcoin werden, denn nahezu alle anderen Internet-Zahlungsdienste haben den Bitcoin bereits fest integriert, wie etwa Skrill (Moneybookers), der ewige Rivale von Paypal, oder Neteller, aber genauso Payza, Payeer, SolidTrustPay oder PerfectMoney.
Die meisten davon bieten zudem eine Automatenkarte (Debit-Karte) an, so das Einzahlungen mit Bitcoins oft schon weniger Minuten später am Automaten (natürlich in Fiat-Währung) ausbezahlt werden können.

Paypal hingegen hat es bis heute noch nicht geschafft in Deutschland wenigstens eine Debit-Karte herauszubringen, offensichtlich um die Kontrolle über das Geld zu behalten, denn jede Anforderung einer Auszahlung per Banküberweisung gleich einer Bittstellung und wird erst nach einem, von Paypal frei festgelegten Zeitraum genehmigt.

Der Bitcoin passt natürlich überhaupt nicht ins Konzept von Paypal und wie ich am eigenen Leib erfahren durfte, nimmt Paypal den Bitcoin nicht ernst.
Paypal erlaubt ausdrücklich Zahlungen für virtuelle Güter (wie etwa eBooks und auch besagte Klammlose), nur Bitcoins fallen offenbar nicht darunter. Auch hier nimmt sich der Zahlungsdienst Rechte heraus, die ihm nicht zustehen, wie etwa die willkürliche Unterschlagung und Rückbuchung von Geldern.

Aber wie die Vergangenheit zeigte ist nichts unendlich im Internet und selbst große, milliardenschwere Unternehmen, sind heute Geschichte, weil sie den Zug verpasst haben (Beispiel: AOL, Compuserve etc.)

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.