Jul 05

Paypal öffnet Betrügern Tür und Tor

Ärger mit Paypal ist nicht Neues, sondern ein jahrelanges Problem seit Bestehen dieses Zahlungsdienstes.

Des Händlers Leid ist des Kunden Freud: nicht nur die horrend hohen Gebühren, die zu Lasten der Händler / Verkäufer gehen, sondern auch der überzogene Käuferschutz der Händler quasi alle Risiken aufbürdet, machen Paypal immer unbeliebter.

Betrüger haben ein leichtes Spiel, denn ein Paypal-Konto zu hacken ist eine Leichtigkeit: es genügt die eMail-Adresse und das Passwort, schon ist man drin und kann sofort Geld abziehen.

Von wegen „Sichererer“: Paypal ist das unsicherste aller Zahlungssysteme im Internet. Kein anderer Zahlungsdienst, geschweige denn irgendeine Online-Bank erlaubt es sich nur mit eMail und Passwort vollen Kontozugang zu erlangen und beliebig Überweisungen auszuführen – lediglich Paypal verzichtet auf alle zusätzlichen Sicherheits-Massnahmen, die im Online-Zahlungsverkehr möglich und gängig sind, wie zum Beispiel die Zwei-Wege-Authentifizierung, PINs und TANs, Codes per SMS, etc.

Kein Wunder: Paypal geht ja kein Risiko ein. Zahlen muß immer der Händler.

Paypal öffnet deshalb Betrügern Tür und Tor, weil es ihnen egal sein kann, wenn sie die gehackten Konten leer räumen. Paypal holt sich das Geld ganz einfach von den Händlern wieder, also genau von denen, die sie eigentlich am Leben halten, denn die Händler zahlen alle Gebühren und davon lebt Paypal.

Gleich drei solcher Fälle sind mir in den letzten 14 Tagen passiert:

Kunden (offensichtliche Betrüger) bestellten bei mir Bitcoins und bezahlten mit Paypal.
Paypal verschickte Bestätigungsmails und jedesmal hieß es „you can ship now …“.
Damit hat Paypal grünes Licht gegeben, das die Zahlung in Ordnung war. Wochen später reklamiert Paypal plötzlich diese Zahlung, friert die entsprechenden Beträge ein, womit der Kontostand ins Minus geriet.

Begründungen: unauthorisierte Zahlungen.
Nähere Details erfährt man natürlich nicht, die Beträge werden einfach einbehalten und man wird aufgefordert Belege zu liefern. Doch was kann man bei einem Bitcoin-Transfer groß an Belege liefern, außer einen Screenshot der Wallet wo die Bitcoins übertragen wurden.

Ob nun die Besteller auf diese Weise versuchten mich zu betrügen, indem sie einfach die Paypal-Zahlung reklamierten, oder ob ihre Konten tatsächlich gehackt wurden, erfahre ich natürlich nicht.

Allerdings bei diesen drei Fälllen dürfte es sicher sein, das diese Käufer versuchten sowohl die Bitcoins als auch ihr Geld wieder zurück zu bekommen. Das lässt sich zum Beispiel aus den IP-Adressen schließen, denn nach den Bestellungen kam es zu weiterer Korrespondenz vom offenbar gleichen Internetanschluss, der auch räumlich auf den Wohnort passt.

Dazu kamen die Reaktionen: ein Käuferin rief ich an, sie stellte sich protzig dar und behauptete das Opfer zu sein.
Zwei weitere Käufer antworteten überhaupt nicht.
Dazu kommt der zeitlich Abstand: Wenn ein Konto gehackt wurde, müsste man das doch spätestens innerhalb weniger Tage bemerken und nicht erst Wochen danach.
Grund genug diese Personen bei Namen zu benennen und anderen davon abzuraten mit ihnen Geschäfte zu machen, insbesondere solche, die mit Paypal-Zahlungen einher gehen. Gegen alle drei Personen wurden Strafanzeigen wegen Verdacht des Betruges gestellt.

Es handelt sich bei diesen Personen um:

Petra Buhse
wohnhaft in 02829 Markersdorf, Zur Thomas-Müntzer-Siedlung 21

Albert Schwabe
wohnhaft in 49393 lLhne, Meyerfelderweg 64

Christian Mühlbauer
wohnhaft in 94481 Grafenau, Grafenhütter Weg 66

Weitere Geschädigte mögen sich bitte melden zwecks weiteren Datenaustausches und ggf. gemeinsames Vorgehen sowohl in straf- wie zivilrechtlicher Hinsicht, die Aktenzeichen der jeweiligen Ermittlungsverfahren werde ich hier ergänzen, sowie die Bestätigungen seitens der Staatsanwaltschaften vorliegen, bei denen direkt die Strafanzeigen gestellt wurden.

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