Russisch Roulette

Am Morgen des 10.Oktober (Dienstag) kam es in der früh zu einen kurz andauernden Kurseinbruch beim Bitcoin (ein sogenannter „Flashcrash“). Die genauen Ursachen dafür waren auf den ersten Blick nicht erkennbar.
Allerdings gab fast zur gleichen Zeit Russland ihre Pläne bekannt, wie sie künftig Kryptowährungen regulieren wollen.

Sergei Shvetsov, der stellvertretende Zentralbankchef von Russland äusserte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, das sie Bedenken haben den Kleinanlegern einen einfachen und direkten Zugang zu solchen dubiosen Zahlungsmitteln zu ermöglichen.

Auch der Staatschef Putin meldete sich zu Wort und betonte das die Verwendung von Kryptowährungen mit großen Risiken verbunden sei. Diese können zur Geldwäsche, zur Finanzierung von Terroranschlägen, sowie Steuerhinterziehung und Betrug verwendet werden.

Im September war man sich in russischen Regierungskreisen noch nicht so einig: Der russische Finanzminister Anton Siluanov gab damals bekannt das die Behörden die Existenz von Kryptowährungen anerkennen müssten. Er sagte vor der Presse: „Es macht keinen Sinn Kryptowährungen zu verbieten und es gibt keinen Grund sie zu regulieren“.

Der Vorsitzender des Duma-Ausschusses für Finanzmärkte, Anatoly Aksakov, erklärte hingegen dass bis Oktober der Gesetzentwurf für die Regulierung von Kryptowährungen fertig sein wird.
Am Dienstag schließlich verkündete Alexei Moiseyev, der stellvertretende russische Finanzmnister, das Kryptowährungen in Russland nicht anerkannt werden.

Ein Paradebeispiel für die Geldwäsche mit Bitcoins lieferte der russische Staatsbürger Alexander Vinnik, der sich zur Zeit in Auslieferungshaft in Griechenland befindet.
Er soll runde 4 Milliarden US-Dollar für kriminelle Organisationen gewaschen haben, u.a. über seine Online-Plattform BTC-e.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters unterstützt die griechische Justiz die Auslieferung nach Russland. Allerdings hat auch die USA die Auslieferung von Alexander Vinnik gefordert. Dort drohen ihm bis zu 55 Jahren Gefängnis. Gegen die Auslieferung in die USA hat er allerdings Beschwerde eingereicht und die griechische Justiz wird in den kommenden Wochen darüber entscheiden.

Quellen: CNBC, Reuters, RT, Wallstreet-Online
Fotomontage: pixabay

 

 

 

 

 

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