Die dunklen Seiten des Bitcoins

Wie es um so viele Währungen (ganz besonders um den Dollar natürlich) wilde Geschichten gab, so hat auch der Bitcoin, obwohl es eine noch sehr junge Währung ist, schon einige amüsante bis gruselige Geschichten mit sich gebracht. Hier eine davon:

Die Schattenwelt des Bitcoins

Wussten Sie wer die Pioniere der Internet-Zahlungssysteme waren? Es war die Erotik-Industrie. Denn keiner wollte so leichtfertig seine Kreditkarten-Daten an „schmuddelige Seitenbetreiber“ preisgeben, also mussten Zahlungssysteme her, die den Anschein hatten wie Banken zu agieren. Es entstanden Paypal, Moneybookers, Neteller und andere.

Als der Bitcoin das Licht der Welt erblickte, waren die Karten längst gemischt und er stand nie als Zahlungs-Alternative für die Internet-Porno-Industrie zur Debatte.
Dafür interessierten sich andere Kreise zunehmend für diese neue Währung.

Anfang 2011 erweckte der Bitcoin erstmals die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien. Keine geringeren Medien wie Time Magazine und Forbes u.a. berichteten erstmals über die neue Zahlungsmöglichkeit, und erwähnten dabei das Transaktionen im Darknet nur schwer zurückverfolgbar sein.
Also ein Paradies für allerlei zwielichtige Gestalten, was schier zu einer Explosion der Nachfrage führte.



Innerhalb von nur 3 Monaten vierfünffachte sich der Kurs des Bitcoins und stieg von 1,2 auf 6,0 Dollar. Das war der Beginn des Aufstiegs. Der Kurs zog immer weiter an und führte 2014 zu einer notwendigen Korrektur.

Im April 2014 fiel die viertgrößte Bitcoin-Börse (Bitfor) der Korrektur zum Opfer und musste wegen Liquidität geschlossen werden. Das Gerücht das damit ein womöglicher Mord verbunden ist, kreist heute noch in Insider-Kreisen.

Wenige Wochen zuvor wurde nämlich Autumn Radtke, die Chefin einer asiatischen Bitcoin-Börse, tot aufgefunden. Dabei gehen Insider von einem Mord aus, der als Selbstmord getarnt wurde.

Auch deutsche Medien berichteten darüber, u.a.:

Die Welt (link)

Die Bunte (link)

Blick (link)

Erpressungen, bei denen Bitcoins als Lösegeld gefordert wird, ist nicht selten. Gerade in den letzten beiden Jahren haben diese enorm zugenommen und sind dem guten Ruf einer soliden Währungen nicht gerade förderlich.

Aber ehrlich gesagt: die meisten Erpresser fordern nach wie vor „Fiat-Geld“ also Dollar oder Euro, nur ist es für die Medien nicht lukrativ darüber zu berichten. Besser dichten sie dem Bitcoin etwas Schlechtes an, was aber alle Währungen an sich haben.
Solange Geldscheine nicht fortlaufend nummeriert, registriert und markiert sind, bleiben sie genauso anonym wie Bitcoins. Aber das erwähnt keiner der Mainstream-Medien, die zum größten Teil ja staatlich beeinflusst sind.

Die spektakulärsten Erpressungsfälle mit Bitcoins in den letzten Monaten waren diese:

Schadsoftware „WannaCry“

kapert Computer und will dann 300$ Lösegeld, damit die Schadsoftware unschädlich wird.
> die Neue Zürcher Zeitung berichtete darüber <

Ein 74-jähriger Rentner erpresst Supermärkte

und will Bitcoins, damit er sein schändliches Treiben beendet.
> der Bericht erschien im Bitcoin-Blog <

Nutella-Erpresser fordern Lösegeld in Bitcoin

3 Tatverdächtige wurden festgenommen
> wie Gründerszene berichtete <

Auch die Disney-Filmstudios blieben nicht verschont

Filme könnten vor dem offiziellen Start publik gemacht werden, wenn nicht zuvor eine hohe Summe an Bitcoins fließt. > die ganze Story hier <

Ddos Angriffe auf Webseiten

schon kein neues Thema mehr: der Angriff auf Webseiten durch Ddos-Attacken. Nur die Zahlungsmethode des Lösegeldes erfolgt (oder sollte erfolgen) zunehmend mit Bitcoins.
> hier ein Bericht aus der Computerwoche <

Stadtverwaltung kauft sich mit 1,3 Bitcoins frei

Ein Trojaner verursachte starken Wirbel auf den Computern einer Stadtverwaltung. Für 1,3 Bitcoins kauften sie sich frei.
> die ganze Story bei Heise Online <

Es werden weitere Stories folgen, mit zunehmender Bekanntheit des Bitcoins werden auch zunehmend solche und ähnliche Schlagzeilen auftauchen, und dennoch: das Internet ist immer nur ein Spiegel des realen Lebens. Je mehr sich die Gesellschaft im Internet bewegt, desto mehr werden sich auch die dunklen Seiten des Internets dahin verlagern. Der Bitcoin ist dabei nur ein kleines Rädchen in einem riesigen Uhrwerk.



 

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