Online Spionage Tools

Die DSGV (Daten Schutz Grund Verordnung) wurde zum Schreckgespenst für viele Betreiber von Internetseiten. Reguliert sie doch exakt die Erfassung und Speicherung aller personenbezogenen Daten, beginnend damit das jemand eine Internetseite auch nur aufruft. Von dem Moment an wird ein Datenfluss in Gang gesetzt, der Rückschlüsse auf den Besucher zulässt, wie etwa: IP-Adresse, verwendetes Betriebssystem und Browser, Art des Zugangs (mobil oder Festnetz), Internetbetreiber, Monitorgröße bzw. Einstellung, Herkunft (von welcher vorherigen Internetseite) usw.

Aus Angst vor hohen Strafen mussten sich Webseitenbetreiber gründlich informieren und absichern. Erfreulicherweise wurden im Netz sehr rasch Standart-Texte von Datenschutzbestimmungen veröffentlicht, die mit geringfügigen Anpassungen übernommen werden konnten.

Doch was bedeutet das nun?
Darf man etwa gar keine Daten mehr erfassen, sammeln und auswerten ohne vorherige Zustimmung? Im Prinzip ist es so das jeder Besucher zumindest darüber informiert sein muss, wenn seine Daten erfasst werden, so sie gespeichert werden und in welchen Umfang. Ausserem hat er das Recht zu erfahren, welche Daten von ihm gespeichert wurde.

Aber darum soll es in diesem Beitrag gar nicht gehen. Das Thema DSGV wurde lang und breit genug „durchgekaut“.

Was aber, wenn es gar nicht darum geht, einen Webseiten-Besucher zu durchleuchten, bzw. wenn man gar keine eigene Webseite hat? Gründe gibt es dennoch reichlich über jemanden etwas mehr zu erfahren. Zum Beispiel über den Inhaber eines Onlineshops, oder den Absender einer eMail.

  • Steckt da wirklich derjenige dahinter, der im Impressum oder Absender erscheint?
  • Ist der Absender einer eMail wirklich derjenige, der er vorgibt zu sein?
  • wer ist der wirkliche Verantwortliche eines Internet-Portals, oder
  • stimmt die angegebene Adresse wie öffentlich publiziert?

Mit ein paar einfachen Tools bzw. hilfreichen Seiten im Internet lässt sich einiges mehr herausfinden und so mancher Betrüger entlarven. Fangen wir mal mit den ganz einfachen aber hilfreichen Seiten an:


Google Maps
Sie sind auf einer tollen Internetseite gelandet, wo ein großes Unternehmen hochtrabende Versprechungen publiziert. Im Text und womöglich auch im Impressum wird eine Adresse genannt, die eigentlich keine Zweifel aufkommen lassen sollte.
Früher hätte man schon dahin reisen müssen, um herauszufinden ob die Adresse tatsächlich stimmt. Heutzutage genügt oft schon ein Blick in Google-Maps. Ein Unternehmen das mit Millionen-Umsätzen prallt, müsste vor Ort doch wenigstens eine gewisse Spur hinterlassen.
Es muss ja nicht gleich ein Bürohochhaus sein mit einer Leuchtreklame darauf, aber ein Firmenschild am Haupteingang sollte man schon vorfinden und das kann man bereits mit Google Maps (Streetview) sehr genau sehen und heran zoomen.
Bei der Gelegenheit sollte man auch darauf achten, was sich noch so im Haus befindet. Oftmals ist es nur ein Büroservice, der eine Postadresse bereit stellt. Dieser hat aber dann mit Sicherheit ein Schild vor der Tür und das sollte dann schon etwas zu denken geben.

Google Suche
Das ist natürlich kein großes Geheimnis, die meisten Recherchen beginnen erstmal mit der Suchmaschine. Was aber viele nicht wissen: man kann die Suche eingrenzen und bekommt so genauere Ergebnisse. Gibt man etwa ein Hans Meier München, bekommt man alle Suchergebnisse die die Worte Hans, Meier und München beinhalten, aber nicht unbedingt im Zusammenhang.
Gezielter wird die Suche, wenn man Anführungszeichen davor und dahinter setzt, also „Hans Müller München“. Damit wird die Suche eingegrenzt und sie bekommen nur Ergebnisse bei denen alle drei Worte in Zusammenhang bestehen.
Je mehr Worte man hinzufügt, desto genauer werden die Suchergebnisse, also z.B „Doktor Hans Müller München Schwabing“.


Facebook
Böse Zungen behaupten Facebook wurde mit Unterstützung der amerikanische Geheimdienste geschaffen, weil auf diese Weise die Menschen ihre persönlichen Daten quasi freiwillig bekannt geben.
Wie dem auch sei, Tatsache ist das manche sehr bereitwillig private Daten und Fotos auf Facebook veröffentlichen, unbeachtet dessen das nahezu jeder diese Daten einsehen kann, selbst noch nach Jahren. Manche haben ihr Facebook-Konto gar vergessen, weil sie es einfach nicht mehr nutzen oder keinen Zugang mehr haben, aber die Daten sind immer noch alle da.
Mittels entsprechender Einstellungen kann man Fotos und Beiträge natürlich vor der Öffentlichkeit verbergen, doch viele sind sich dieser Funktion gar nicht bewusst, oder haben es bisher schlichtweg versäumt. Clevere Zeitgenossen versuchen sich die Freundschaft des Betreffenden zu erschleichen. Logischerweise sollten sie das nicht unter ihrem eigenen Facebook-Profil tun, sondern sich zu diesem Zweck ein weiteres Facebook-Account zulegen mit einem Fake-Profil.
Handelt es sich bei der Zielperson um einen Mann (und man weiß natürlich im Vorfeld, das er hetero orientiert ist), so sollte das Fake-Profil eine attraktive junge Frau darstellen, denn einer solchen Freundschaftsanfrage wäre er wohl am wenigstens abgeneigt. Und schon hat man mehr Einblick in seine Privatsphäre, da im Profil sicherlich Daten und Fotos enthalten sind, die dem Freundeskreis nicht verborgen bleiben.

Die IP-Suche
Wer die IP-Adresse der Zielperson kennt, kann ganz einfach über die Seite http://www.utrace.de/ nähere Daten dazu abrufen. Bei Aufruf der Seite wird zunächst die eigene IP-Adresse angezeigt sowie die damit verbundenen Daten, wie etwa Ort/Region und Betreiber.
In das Feld oben kann man nun die IP-Adresse der Zielperson eingeben oder aber auch eine domain. Das kann z.B. interessant sein, wenn ihnen ein Anbieter vorgaukeln will seine Firma befände sich in Deutschland oder einem anderen europäischen Land, dabei stellt sich dann heraus das sein Provider zum Beispiel in Asien oder Osteuropa ist, was Grund zur Skepsis geben sollte.


Herkunft von eMails feststellen
Mitunter wird Ihnen vorgegaukelt die Absender-eMail sei von einem renommierten Unternehmen, oder aus einem bestimmten Land. Lassen Sie sich nicht vormachen, einen ersten Überblick verschafft Ihnen dieses Online-Tool, wo Sie einfach nur die eMail-Adresse eingeben und danach schon einmal erfahren womit diese eMail-Adresse verknüpft ist, wie etwa Social Networks oder Fotos. Gegen ein geringes Entgelt kann man auch einen ausführlichen Report erhalten, der aber meist nicht nötig ist, da diese Kurzanalyse schon einige aussagekräftige Daten enthält.
Sie finden diesen Service >>> hier <<<
Wem das nicht genug ist, der kann eine eMail genauer unter die Lupe nehmen. Gehen Sie dazu auf ihr eMail-Postfach und öffnen Sie die betreffende eMail. Wählen Sie dort die „erweitere Ansicht“ (oder so ähnlich, bei jeden Provider etwas anders formuliert) und Sie sehen die eMail in der „Rohform“. Kopieren Sie daraus den obersten Bereich und zwar der wo mit <head> beginnt und mit </head> endet.
Diesen kopierten Text fügen Sie nun auf folgender Seite >>> hier <<< in das dafür vorgesehene Feld ein.
Sie erhalten daraufhin ziemlich aufschlussreiche Informationen über die tatsächliche Herkunft der eMail.
Wer auf die beiden vorgeschlagenen Dienste nicht zugreifen möchte, bekommt auch eine Riesenauswahl vergleichbarer Online-Tools, wenn sie bei Google im Suchfeld „email tracing“ eingeben.

Wurde ihre eMail gelesen ?
Eine häufige Ausrede die man zu hören bekommt, das eine eMail nie angekommen sei, oder im Spam-Ordner verloren ging. Ob dem wirklich so ist, kann man mit einem einfachen Tool für den Google Chrome Browser feststellen, insofern die gesendete eMail an eine GMail-, Yahoo-, Hotmail- oder Outlook-Adresse ging. Anhand des Tools sehen sie ob und wann eine eMail geöffnet wurde. Sie finden das Tool >>> hier <<<

Genug der Schnüffelei ?
Zumindest solange wir uns im legalen Rahmen bewegen, sind die hier genannten Tipps noch vertretbar. Weitergehende Methoden gehen dann schon in den Bereich „hacking“ und wären zwangsläufig illegal, weswegen sie hier auch keine weitere Beachtung finden sollen.



 

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