Warum nutzen wir überhaupt noch WhatsApp ?

Die negativen Schlagzeilen um den weltweit größten Messenger-Dienst reißen nicht ab. Die Ankündigungen von Werbeeinblendungen alleine wäre noch nicht so schlimm, da dies allerdings zur Folge hat, das die zuvor viel gepriesene end-to-end Verschlüsselung aufgeweicht wird, sorgt dann doch für einigen Unmut in der 1,5 Milliarden großen Gemeinde der WhatsApper.

Zur Zeit werden die Nerven der User zusätzlich mit bekannt gewordenen Sicherheitslücken strapaziert, die ein sofortiges Update erfordern.

Und dabei begann der Ärger mit WhatsApp eigentlich schon 2016 mit der Übernahme des Messengers durch Facebook und der damit verbundenen, engen Verknüpfung der User-Daten.

Das trotzdem so viele User dem Messenger treu bleiben, liegt etwa nicht an fehlenden Alternativen, sondern ganz einfach daran, das man nach einem Wechsel womöglich alleine dasteht.
Denn ein Wechsel macht eigentlich nur Sinn, wenn alle bestehenden Kontakte mit umziehen. Im engen Familien- und Freundeskreis mag das noch zu bewerkstelligen sein, aber alle weitergehenden Kontakte, die teilweise über Jahre hinweg aufgebaut wurden, sind wohl kaum komplett von einem Umzug zu überzeugen.

Und dabei ist die Auswahl ernst zunehmender Alternativen nicht gering. Im deutschsprachigen Raum dürften die Dienste Telegramm und Signal punkten. Signal wird sogar von WhatsApp-Gründer Brian Acton finanziell gepowert.
Weitere große Messenger sind WeChat und QQ, die allerdings bei uns kaum bekannt sind, obgleich sie im asiatischen Raum bis zu 1 Milliarde Zugriffe im Monat verzeichnen können.

Warum ist WhatsApp eigentlich so erfolgreich ?

Weil es sich um den ersten Messenger handelte, der auf den heutigen Smartphones problemlos funktioniert und so die Gunst der Stunde nutzte. Er ersetzte damit praktisch die SMS.
Nach eine kurzen, gebührenpflichtigen Einführungsphase wurde WhatsApp kostenlos, was seinen Siegeszug unaufhaltsam machte.

Einen ernst zunehmenden Konkurrenten gibt es eigentlich nicht, denn der beinahe genauso verbreitete Messenger von Facebook kommt ja aus dem gleichen Hause.

Die Oldtimer unter den Messenger-Diensten wie Skype und ICQ haben irgendwie den Zug verpasst und sind nicht rechtzeitig auf den Smartphone-Trend aufgesprungen.
Die großen Konzerne Google und Apple hatten nichts anzubieten, was WhatsApp das Wasser reichen könnte.
Und so war der Siegeszug von WhatsApp unaufhaltsam zu weltweit Nr.1

Wie geht es weiter ?

Whats App wird weiterhin auf seinen Thron verharren, doch zunehmend werden auch Alternativen genutzt und immer öfter liest man von Usern, die auch auf ihren Kontakt über Telegramm, Threema, Wire oder Signal hinweisen.
Vielleicht sollte man doch die eine oder andere Messenger-App zusätzlich auf seinem Handy installieren, denn es könnte sich darauf ein neuer Kreis an Verbindungen aufbauen.

Das sind die ernst zunehmenden Konkurrenten zu WhatsApp:

Telegramm – für Android
ähnelt WhatsApp, nimmt jedoch das Thema Sicherheit sehr genau.

Signal – für Android
startete einst unter der Bezeichnung „Text Private Secure Messenger“, der ebenso wie WhatsApp die end-to-end Verschlüsselung nutzt und seit kurzem auch Telefonate ermöglicht.

Wire – plattformübergreifend
ist beliebt wegen der Unabhängigkeit vom Handy-Betriebssystem und kommt im modernen Design.

Threema – für Android
wirbt damit besonders abhörsicher zu sein.

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